Effizientes Qualitätsmanagement: So können Sie Ihre Fehlerquote reduzieren

2. Mai 2024

Effizientes Qualitätsmanagement: So können Sie Ihre Fehlerquote reduzieren

Hohe Fehlerquoten kosten Zeit und Geld. Diese Erkenntnis ist alt und trifft auf alle Branchen zu. Ein gelungenes Fehlermanagement ist also kein Luxus, sondern eine Investition, die sich rechnet. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass ein solches Management auch bekannt ist.

Die Arbeitsprozesse der modernen Industrie 4.0 und ihre Möglichkeiten werden noch lange nicht überall vollständig ausgenutzt. Gerade im Bereich des Qualitätsmanagements schöpfen viele Betriebe noch nicht das ganze Potenzial an Möglichkeiten aus, die es vor der Digitalisierung gar nicht gab.

So laufen Fehler auf, die im Grunde gar nicht nötig wären, wenn zum Beispiel die Anwendung bestimmter Tools vollständig bekannt wäre, aber leider Erfahrung oder Wissen fehlen.

Schauen wir uns doch einmal näher an, wie Sie Ihre Fehlerquote reduzieren können: Mit praktischen Schritten und bewährten Methoden aus dem Qualitätsmanagement lässt sich einiges tun. Erfahren Sie in unserem Blog, wie Sie Ressourcen optimal nutzen und die Kundenzufriedenheit steigern – mit kleinen Veränderungen können Sie manchmal Großes bewirken.

Mitarbeitender überprüft Produktionsprozesse zur Reduzierung von Fehlerquoten und Optimierung der Qualität

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Das Qualitätsmanagement umfasst unter anderem die Elemente Qualitätsplanung, -kontrolle, -sicherung und -verbesserung und stützt sich auf Normen wie die ISO 9000-Normenreihe zur Förderung der Produktqualität und Kundenzufriedenheit.
  • Häufig genutzt werden präventive Ansätze wie das Poka Yoke-System zur Vermeidung menschlicher und mechanischer Fehler oder das FMEA-Risikomanagement, mit dem sich potenzielle Produktmängel identifizieren und priorisieren lassen.
  • Außerdem kennt das Fehlermanagement Methoden wie Lean Production oder TPM. Sie optimieren Unternehmensprozesse, führen zur Effizienzsteigerung und senken die Fehlerquote, wenn sie richtig eingesetzt werden. Wichtig dabei ist, dass das Team mitgenommen wird: Regelmäßige Schulungen, eine effektive Kommunikationskultur und von Seiten des Teams eine rege Beteiligung sichern den Erfolg der Methoden aus dem Fehlermanagement.

Die Bedeutung von Qualitätsmanagement

Was gehört alles dazu zum Qualitätsmanagement? Gemeint sind mit dem Begriff unter anderem Maßnahmen zur Planung, Lenkung und Verbesserung von Prozessen gemäß festgelegten Anforderungen. Oberstes Ziel ist immer die Qualitätsverbesserung von Produkten oder Dienstleistungen. Hochwertige Produkte und Leistungen steigern die Kundenzufriedenheit – und zufriedene Kunden kommen mit höherer Wahrscheinlichkeit wieder.

Das Qualitätsmanagement geht von einem prozessorientierten Ansatz aus: Alle Aktivitäten innerhalb eines Unternehmens begreift man als Prozesse, die sich überwachen und auch optimieren lassen. Man konzentriert sich also auf die einzelnen Handlungsschritte der Produktion, nicht auf das Produkt selbst. Ein erfolgreiches Management arbeitet systemorientiert und trifft prozess- und faktenbasierte Entscheidungen. Das ist eine Grundvoraussetzung für profitables Wirtschaften. Das Qualitätsmanagement unterstützt diese Arbeitsweise.

Systemorientiertes Management heißt, dass alle menschlichen und materiellen Faktoren, die die Produktionsqualität und Kundenzufriedenheit beeinflussen können, betrachtet werden. Sie alle sind potenzielle Quellen eines Fehlers, den es aufzudecken gilt.

Fehler, egal ob von Menschen oder mechanischer Natur, führen zu Produktmängeln, die sich direkt negativ auf die Kundenzufriedenheit auswirken. Daher ist die Fehlerbeseitigung eine der obersten Prioritäten jedes Unternehmens in Bezug auf Qualitätsziele.

Wichtige Elemente des Qualitätsmanagements

Wer ein effektives Qualitätsmanagementsystem in seinem Unternehmen etablieren möchte, braucht ein grundlegendes Verständnis davon. Schauen wir auf die industrielle Fertigung: Hier sind die fundamentalen Säulen des Qualitätsmanagements die folgenden

  • Qualitätskontrollplanung: Legt Ziele fest, definiert Qualitätsstandards und legt Verfahren fest, um diese Standards zu erfüllen.
  • Qualitätskontrolle: Umfasst Inspektionen und Prüfungen während der Fertigungsphasen, sorgt also dafür, dass fehlerfreie Produkte die Fertigung verlassen.
  • Qualitätssicherung: Enthält proaktive Maßnahmen zur Fehlervermeidung, etwa Teamschulungen, Prozessdefinitionen, Auswahl geeigneter Werkzeuge, Inspektion von Produkten.
  • Qualitätsverbesserung: Untersucht kontinuierlich Daten der laufenden Produktion, um etwa Prozesse neu zu bewerten und darin Verbesserungsmöglichkeiten zu entdecken.

Standards und Normen im Qualitätsmanagement

Kernelement und gesetzlicher Rahmen des Qualitätsmanagements ist die Norm. Genauer, die Einhaltung von Standards und Normen, die in der ISO 9000-Normenreihe vorgegeben werden. In diesem internationalen Standard finden sich alle zentralen Vorgaben und Grundsätze des Qualitätsmanagements, das wir heute nutzen.

ISO 9001 zertifiziert – das Siegel fürs Qualitätsmanagement

Diese Norm bietet Unternehmen einen Rahmen für die Entwicklung von Qualitätsmanagementsystemen, die zur Verbesserung der Produktqualität und Kundenzufriedenheit beitragen. Das grundlegende Ziel dieser Norm: Unternehmen sollten sich so organisieren, dass sie die Leistungen, die sie ihren Kunden versprechen, auch tatsächlich und zuverlässig einhalten. Das bedeutet unter anderem, dass

  • Prozesse zuverlässig organisiert werden,
  • alle wesentlichen Informationen verlässlich dokumentiert werden,
  • Abläufe und Kommunikation jederzeit nachvollziehbar gestaltet werden,
  • Zusagen wie etwa pünktliche Lieferungen auch regelmäßig eingehalten werden.
Digitale Tools unterstützen Unternehmen beim effizienten Qualitätsmanagement und Ressourcenoptimierung

Präventive Maßnahmen zur Fehlervermeidung

Die Fehlervermeidung ist eines der Hauptziele des Qualitätsmanagements, wenn nicht gar das wichtigste. Denn Fehler kosten Zeit und Geld, sie reduzieren die Qualität von Produkten und Dienstleistungen – das vertreibt Kunden. Darum konzentriert sich das gelungene Qualitätsmanagement auf Möglichkeiten, vorhandene Fehler zu reduzieren und künftige gar nicht erst auftreten zu lassen.

Mit Blick in die Zukunft helfen präventive Maßnahmen. Prozesse lassen sich prüfen und fehlersicher gestalten, sofern sie hinreichend analysiert werden. Dafür gibt es heute eine Reihe von Methoden und Tools, die das Verfahren vereinheitlichen und so jedem Unternehmen erlauben, passende Maßnahmen schnell zu definieren und ins eigene Unternehmen einzubringen.

Poka Yoke – unnötige Fehler vermeiden

Ein Beispiel für Methoden der Fehlervermeidung ist das Poka Yoke Prinzip. Salopp gesagt, beschreibt das aus dem Japanischen stammende Wort eine Methode, die Fehler vermeidet, indem man Vorgänge „narrensicher“ gestaltet. Fehler in der Produktionslinie beispielsweise werden dadurch vermieden, dass die Umgebung so gestaltet wird, dass Prozessschritte leicht korrekt ausgeführt werden können. Auch Mechanismen, die Fehler sofort anzeigen, damit sie schnell korrigiert werden können, gehören zu diesem Ansatz. Poka Yoke ist also eine präventive Methode, die die Arbeit so gestaltet, dass Fehler möglichst gar nicht erst auftreten.

Im Rahmen des Poka Yoke-Systems kommen verschiedene Geräte und Mechanismen zum Einsatz, die darauf ausgelegt sind, Fehler im Produktionsprozess zu erschweren oder komplett zu verhindern. Ein wirksames Poka Yoke-System ist dadurch gekennzeichnet, dass es leicht anwendbar ist und Fehler prinzipiell ausschließt.

FMEA-Risikomanagement

Das FMEA-Risikomanagement ist ein weiterer wichtiger Ansatz zur Fehlervermeidung. Die FMEA-Methode unterstützt die präventive Qualitätssicherung durch systematische Identifikation und Priorisierung von Fehlerursachen und möglichen Mängeln im Produktionsprozess.

Die FMEA-Analyse ist ein strukturierter Prozess, der aus sieben Schritten besteht:

  • Planung und Vorbereitung
  • Strukturanalyse
  • Funktionsanalyse
  • Fehleranalyse
  • Risikoanalyse
  • Optimierung
  • Dokumentation der Ergebnisse

In der FMEA wird die Risikoprioritätszahl (RPZ) verwendet, um das Risiko potenzieller Fehler zu bewerten, indem die Schwere, die Auftrittswahrscheinlichkeit und die Entdeckungsschwierigkeit von Fehlern multipliziert werden.

Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung

Wer weniger Fehler machen will, braucht optimal definierte Prozesse und effiziente Arbeitsabläufe. Analysen zeigen auf, wo Verbesserungen möglich sind, wo die Fehlerquote hoch ist und wo effizientere Tools Abläufe beschleunigen könnten. Die Prozessoptimierung führt dazu, dass die Qualität Ihrer Produktionsprozesse sich verbessert, dass die Kosten dieser Prozesse sinken und auch, dass die Fehlerquote sinkt.

Das klingt zunächst einmal aufwändig. Doch optimierte Produktionsabläufe sind der Garant für niedrige Fehlerquoten und damit für den langfristigen Unternehmenserfolg.

Moderne Analysetools bringen Daten ans Licht, die den Erfolg in Zahlen sichtbar machen. Prozesskennzahlen wie Durchlaufzeit, Fehlerquote und Produktivität zeigen beispielsweise auf, welche Kosten anfallen und wo diese sich reduzieren lassen. Gleiches gilt fürs Zeitmanagement und den Personalaufwand.

Total Productive Maintenance (TPM)

Total Productive Maintenance (TPM) ist ein weiterer, ganzheitlicher Ansatz zur Verbesserung der Qualität und Effizienz, hauptsächlich genutzt im Bereich der Produktion, etwa von Anlagen- und Maschinenbau. TPM zielt darauf ab, die Verbesserung der Produktionswerkzeuge durch eine stärkere Beteiligung der Betreiber zu erreichen. Ziel ist es, Verluste und Verschwendung zu minimieren, möglichst keine Defekte zu erleben und die Ausfallzeiten der Maschinen so gering wie möglich zu halten. Ursprünglich als Methode zur Instandhaltung des Maschinenparks entwickelt, ist TPM heute ein Konzept, das sich auf das gesamte Unternehmen und dessen Qualitätsmanagement bezieht.

Die Implementierung von TPM umfasst eine Kombination aus präventiver und zustandsorientierter Instandhaltung sowie kontinuierlichen Anlagenverbesserungen gemäß einer fünfstufigen Vorgehensweise. TPM trägt zur Reduktion von Ausschuss, Senkung von Instandhaltungskosten, Steigerung der Produktivität und Verbesserung der Sicherheitsstandards sowie der Mitarbeitermotivation bei.

Mitarbeiterbeteiligung und Schulungen

Auch in Zeiten von Industrie 4.0 und Big Data hängt der Unternehmenserfolg noch von den einzelnen Teammitgliedern ab. Sie spielen weiter eine entscheidende Rolle im Qualitätsmanagement. Unternehmen setzen hier beispielsweise auf Beteiligungsprogramme, die den Mitarbeitern klare Ziele vorgeben und auf transparente Art kommunizieren. Das erhöht nachweislich die Mitarbeiterzufriedenheit – was nicht nur dem Erfolg der Produktion hilft, sondern auch das Unternehmen als Arbeitgeber attraktiv macht. Passende Schulungen und generell die Unterstützung für Mitarbeiter mittels Beteiligungsprogrammen führen zu einer höheren Zufriedenheit im Job, was Jobwechsel verhindert und möglicherweise auch gesuchte neue Fachkräfte anlockt.

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